Mein erster richtiger Quilt – von „irgendwie“ zu „süchtig“

Patchwork und Quilting fand ich eigentlich schon immer spannend und Handarbeiten sowieso. An ein Leben ohne Nähen, Stricken, Häkeln und Sticken kann ich mich nicht erinnern! Schon in der 1. Klasse der Grundschule hatten wir das Fach „Textilarbeit“ – und wenn ich in Mathe nicht immer wünschenswerte Schulnoten hatte, meine Kunst- und Handarbeitslehrerin war stets zufrieden mit meiner Leistung ;-). Aber bis ich zum Patchwork kam, war es doch ein recht langer Weg über Häkeln, Filethäkeln, Sticken und Stricken.

Mein erster Quilt? Ein langer Weg!

Mein Erstlingswerk habe ich 1979 mit 8 Jahren geschaffen, ein Nadelmäppchen mit Kreuzstichmotiv. Dies könnt ihr übrigens in meiner Galerie bewundern. Mit dem Nähen auf einer Nähmaschine habe ich mit 10 Jahren angefangen – und zwar auf einer alten Tretmaschine, die nach Anschwung am Handrad losgerattert hat! Aber bis 2006 habe ich immer Kleidung und nur „immer mal so“ ein paar Patchwork-Kleinigkeiten genäht. An einen großen Quilt habe ich mich nicht herangetraut und Kurse dazu gab es hier in der Nähe nicht.

Mein erster Quilt, so fing es an

Dann habe ich das Tutorial „The Ultimate Beginner Quilt“ von Kimberly Jolly auf youtube gefunden.

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Ich habe mich sofort für die Teilnahme am Ultimate Beginner Quilt entschieden und dabei alle Grundlagen gelernt:

  • Das wichtigste Zubehör und Einrichten der Nähmaschine
  • Auswahl des Patchworkstoffes, Stoffvorbereitung und Zuschnitt
  • Neun Quilt-Blöcke, die für Anfänger recht leicht zu nähen sind
  • Fertigstellen des Quilttops
  • Auswahl des Vlieses, Nähen der Rückseite und Erstellen eines Quiltsandwiches
  • Straight Line- und Free Motion-Quilting
  • Binding

Dieser Sew Along (übersetzt: mitnähen) war einfach toll, weil auch viele alte Hasen mitgenäht haben und voll des Lobes waren, da wirklich jeder noch etwas gelernt hat! Nirgendwo wie im Patchwork und Quilting gilt:“Viele Wege führen nach Rom!“ – aber Kimberly Jolly ist einfach eine richtig gute Lehrerin und ihre Youtube-Tutorials bringen einen immer zum Ziel.

Man sieht hier sehr schön, wie reduziert ich am Anfang noch gequiltet habe – dem Straight Line-Quilting bin ich aber treu geblieben!

Wer keine Scheu vor der englischen Sprache hat und das Quilten von Grund auf lernen möchte, der sollte sich diese 19 Videos unbedingt einmal anschauen!

Das war der erste richtige Quilt und wie geht es weiter?

Ich bin dann wie jede von euch dem Quilting 150 %ig verfallen und habe IMMER! ein Projekt in der Bearbeitung. Was mich wirklich jeden Tag auf das Neue erfreut, ist einfach, dass alle Freunde und Verwandten mitfiebern und wirklich jeder am liebsten einen eigenen Quilt von mir hätte – mir werden also niemals die guten Gründe fehlen, schöne Patchworkstoffe zu kaufen und mein Zubehör stetig zu erweitern. Leider gibt es hier regional kein Stoffgeschäft, das auf Patchworkstoffe spezialisiert ist, so dass ich diese immer online kaufe. Bis ich mich entschlossen habe, Laridae, dein Quiltingshop, ein reiner Onlineversand, zu eröffnen, aber dies ist eine andere Geschichte.

10 gute Gründe für Patchwork

  1. Handarbeit Nichts befriedigt so sehr, als mit eigenen Händen etwas zu erschaffen und mit Fingerfertigkeit einem kreativen Gedanken Leben einzuhauchen – und ein Quilt ist die Königsdisziplin!
  2. Kreativität Ich arbeite als Kommunikationsdesignerin und bin also auch beruflich kreativ, aber wirklich frei bin ich nur im Patchwork – hier kommt für mich alles zusammen und ich kann ganz für mich in Farben und Formen schwelgen
  3. Entspannung Patchwork entspannt mich total und macht mich dadurch glücklich, weil ich richtig fokussiert bin, ohne den Erwartungsdruck eines Kunden im Nacken zu haben
  4. Gemeinschaft Sicherlich gibt es viele Frauen, die alleine und mit sich zufrieden sind, aber ich freue mich jeden Tag auf die Instagram– und Facebook-Community und damit auf viele Anregungen, auf Austausch, Lob und auch Hilfe, wenn man mal nicht weiter weiß
  5. Vielfältigkeit Die unglaublich vielen Möglichkeiten von Patchwork sind mein Salz in der Suppe! Sowohl gestalterisch, also auch technisch gibt es vom traditionellen Piecing über Foundation Paper Piecing, Improv Quilting und Quilt as you go so viele tolle Möglichkeiten, seine Projekte zu verwirklichen
  6. Projektplanung Ja, ich gehöre zu den Listenliebhaberinnen und liebe nichts mehr als die Planung. Über Wochen kann ich Ideen sammeln, im Kopf bewegen, wieder verwerfen und neue aufgreifen. Über Wochen kann ich mir Stoffe anschauen und Farbpaletten zusammenstellen – ich liebe jeden Schritt
  7. Patchworkstoffe kaufen Klingt banal, aber ich liebe es einfach, da bin ich ganz ehrlich!
  8. Scraps Die einen verwünschen die kleinen Stoffreste, die anderen lieben sie, ich gehöre zur zweiten Fraktion! Stoffreste wecken meinen Ehrgeiz und ich liebe die vielen Kleinigkeiten, die man daraus machen kann. Hier zeige ich, wie Reste organisiere und habe ein paar schöne Tutorials für kleine Projekte verlinkt.

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